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Waldbestattung im Bestattungswald – Ablauf und Regeln

Fachlich geprüft · CREMEXX®-Fachstelle Bestattungslogistik · Stand: Mai 2026 · Quellen: Landesbestattungsgesetze, Auswärtiges Amt, Bestatterverbände

Waldbestattung / Friedwald
Waldbestattung im Bestattungswald – Ablauf und Regeln

Die letzte Ruhe unter einem Baum, umgeben von Wald statt von Grabsteinen – für immer mehr Menschen ist das ein tröstlicher Gedanke. Die Waldbestattung (auch Baumbestattung genannt) ist eine naturnahe Form der Beisetzung, bei der die Asche eines Verstorbenen an den Wurzeln eines Baumes in einem dafür ausgewiesenen Bestattungswald beigesetzt wird. Bekannte Anbieter solcher Bestattungswälder sind etwa FriedWald und RuheForst – diese Namen stehen für einzelne Betreiber, gemeint ist aber stets dieselbe Bestattungsform: der Bestattungswald.

Dieser Ratgeber erklärt in Ruhe, was eine Waldbestattung rechtlich ist, welche Voraussetzungen gelten und worauf Sie achten sollten – und wie die Urne würdevoll an den gewünschten Bestattungswald gelangt, auch aus dem Ausland.

Kurz zusammengefasst

  • Die Waldbestattung ist in Deutschland eine rechtlich anerkannte, zugelassene Bestattungsform.
  • Ein Bestattungswald ist rechtlich ein Friedhof: ein naturnaher, öffentlich-rechtlich gewidmeter Bestattungsort. Es handelt sich also nicht um eine Umgehung oder Ausnahme des Friedhofszwangs, sondern um eine eigene, zugelassene Friedhofsform.
  • Voraussetzung ist eine Feuerbestattung (Einäscherung): Beigesetzt wird die Asche, nicht ein Sarg.
  • Zugelassen sind ausschließlich biologisch vollständig abbaubare Bio-Urnen aus Naturstoffen wie Holz, Lehm, Papier oder Maisstärke.
  • Grabmäler und individuelle Kennzeichnungen sind nur eingeschränkt möglich – der naturnahe Charakter des Waldes bleibt erhalten.
  • FriedWald und RuheForst sind Markennamen einzelner Anbieter; allgemein spricht man vom Bestattungswald bzw. von der Waldbestattung.
  • CREMEXX® führt die Beisetzung nicht selbst durch, überführt aber die versiegelte Aschekapsel würdevoll zum gewünschten Bestattungswald – auch aus dem Ausland nach Deutschland.

Was ist eine Waldbestattung?

Bei einer Waldbestattung wird die Asche eines Verstorbenen nach der Einäscherung in einer Urne an den Wurzeln eines Baumes in einem speziell dafür ausgewiesenen Wald beigesetzt. Statt eines klassischen Grabfeldes mit Grabsteinen dient der Baum als natürliche Ruhestätte. Angehörige können in vielen Bestattungswäldern einen bestimmten Baum oder einen Platz daran auswählen.

Diese Bestattungsform spricht Menschen an, die sich eine naturnahe, schlichte und pflegefreie letzte Ruhe wünschen. Der Wald bleibt als Wald erhalten; eine aufwendige Grabpflege entfällt, weil die Natur den Platz gestaltet.

Im Sprachgebrauch tauchen häufig die Namen FriedWald und RuheForst auf. Dabei handelt es sich um die Markennamen zweier bekannter Anbieter, die solche Bestattungswälder betreiben. Die zugrunde liegende Bestattungsform ist in beiden Fällen dieselbe – der Bestattungswald. In diesem Ratgeber verwenden wir daher die neutralen Begriffe Waldbestattung und Bestattungswald.

Ist die Waldbestattung in Deutschland erlaubt?

Ja. Die Waldbestattung ist in Deutschland eine rechtlich anerkannte und zugelassene Bestattungsform. Wichtig zum Verständnis ist dabei der rechtliche Status eines Bestattungswaldes:

Ein Bestattungswald ist rechtlich ein Friedhof – ein naturnaher, öffentlich-rechtlich gewidmeter Bestattungsort. Er wird also nicht „neben" dem Friedhofssystem betrieben, sondern ist selbst eine anerkannte Friedhofsform. Damit ist klar: Die Waldbestattung ist keine Umgehung und auch keine Ausnahme vom sogenannten Friedhofszwang, sondern eine reguläre Möglichkeit, dieser Bestattungspflicht nachzukommen.

Wer sich also für eine Waldbestattung entscheidet, bewegt sich vollständig im Rahmen des deutschen Bestattungsrechts. Die Beisetzung erfolgt auf einem gewidmeten Bestattungsort, dem Bestattungswald, und unter Wahrung der Totenruhe.

Welche Voraussetzungen gelten für eine Waldbestattung?

Damit eine Urne im Wald beigesetzt werden kann, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein:

Feuerbestattung als Grundlage

Eine Waldbestattung setzt eine Feuerbestattung voraus. Das bedeutet: Der Verstorbene wird zunächst eingeäschert, und beigesetzt wird anschließend die Asche in einer Urne. Eine Erdbestattung im Sarg ist im Bestattungswald nicht vorgesehen.

Nur biologisch abbaubare Bio-Urnen

Im Bestattungswald sind ausschließlich biologisch vollständig abbaubare Urnen (Bio-Urnen) zugelassen. Sie bestehen aus reinen Naturstoffen wie Holz, Lehm, Papier oder Maisstärke und zersetzen sich mit der Zeit rückstandslos im Boden. So bleibt der natürliche Charakter des Waldes erhalten, und es verbleiben keine künstlichen Materialien im Erdreich. Klassische Urnen aus nicht abbaubaren Materialien sind hierfür nicht geeignet.

Eingeschränkte Grabmäler und Kennzeichnung

Da der Wald als naturnaher Ort erhalten bleiben soll, sind Grabmäler und individuelle Kennzeichnungen nur eingeschränkt möglich. Aufwendige Grabsteine, eingefasste Grabstellen oder umfangreicher Grabschmuck, wie man sie von klassischen Friedhöfen kennt, passen nicht zum Konzept des Bestattungswaldes. Welche Form der Kennzeichnung im Einzelfall zulässig ist, richtet sich nach den Vorgaben des jeweiligen Bestattungswaldes.

Wie läuft eine Waldbestattung ab?

Der grundsätzliche Ablauf einer Waldbestattung folgt – unabhängig vom konkreten Anbieter – einem ähnlichen Muster:

  1. Einäscherung: Der Verstorbene wird in einem Krematorium eingeäschert; die Asche wird in eine Aschekapsel gefüllt.
  2. Auswahl des Bestattungswaldes und des Baumes: Angehörige wählen einen Bestattungswald und dort einen Baum bzw. Platz aus.
  3. Bio-Urne: Die Asche wird in eine biologisch abbaubare Bio-Urne überführt.
  4. Überführung zum Bestattungswald: Die versiegelte Aschekapsel bzw. Urne wird zum gewählten Bestattungswald transportiert – innerhalb Deutschlands oder aus dem Ausland nach Deutschland.
  5. Beisetzung: Die Urne wird an den Wurzeln des ausgewählten Baumes beigesetzt; viele Angehörige gestalten dazu eine schlichte Trauerfeier im Wald.

Gerade Schritt 4 – die Überführung der Aschekapsel zum gewünschten Bestattungswald – ist ein Punkt, an dem eine spezialisierte Spedition wie CREMEXX® unterstützen kann.

Was kostet eine Waldbestattung?

Die Kosten einer Waldbestattung hängen von mehreren Faktoren ab: vom gewählten Bestattungswald und Anbieter, von der Art des Platzes am Baum, von der Liegezeit sowie von zusätzlichen Leistungen wie der Trauerfeier. Da diese Faktoren von Wald zu Wald unterschiedlich sind, lassen sich keine pauschalen Preise nennen. Für verbindliche Angaben wenden Sie sich bitte an den jeweiligen Betreiber des Bestattungswaldes.

CREMEXX® erstellt Ihnen für den Transport der Aschekapsel zum gewünschten Bestattungswald gerne ein individuelles, kostenloses Angebot.

Wie kommt die Urne zum Bestattungswald? – CREMEXX®

Ehrlich gesagt: CREMEXX® führt die Beisetzung im Wald nicht selbst durch – das übernimmt der jeweilige Bestattungswald bzw. der beauftragte Bestatter. Was CREMEXX® übernimmt, ist die Aufgabe davor: die würdevolle Überführung der versiegelten Aschekapsel an den gewünschten Bestattungswald.

CREMEXX® ist die Marke der MPE.EXPRESS DWL München UG (haftungsbeschränkt) – einer spezialisierten Spedition für Urnenüberführung und Aschetransport, die seit 2014 Angehörige bei diesem sensiblen Anliegen begleitet. Besonders dann, wenn der Verstorbene im Ausland eingeäschert wurde, der gewünschte Bestattungswald aber in Deutschland liegt, übernimmt CREMEXX® die Überführung aus dem Ausland nach Deutschland.

Der Service umfasst:

  • Dokumentenprüfung und -beschaffung: Wir prüfen die erforderlichen Unterlagen und unterstützen bei deren Beschaffung, damit die Überführung reibungslos abläuft.
  • Abholung der versiegelten Aschekapsel: Wir holen die versiegelte Urne ab und sorgen für einen sicheren, pietätvollen Transport.
  • Verzollung bei Bedarf: Bei Transporten aus Drittländern außerhalb der EU übernehmen wir die notwendige Verzollung.
  • Transport bis zum Ziel: Innerhalb der EU erfolgt die Zustellung bis zur gewünschten Adresse; aus Ländern außerhalb der EU transportieren wir per Air-Cargo über das Drehkreuz Madrid (MAD) bis nach Deutschland.
  • Transportversicherung (TVS): Jede Sendung ist über eine Transportversicherung bis 25.000 € pro Sendung abgesichert.

So müssen sich Angehörige in einer ohnehin schweren Zeit nicht mit Logistik, Dokumenten und Behörden belasten – während die Beisetzung im Wald in den Händen des jeweiligen Bestattungswaldes liegt.

Häufige Fragen (FAQ)

Ist eine Waldbestattung in Deutschland legal?

Ja. Die Waldbestattung ist eine rechtlich anerkannte und zugelassene Bestattungsform. Ein Bestattungswald gilt rechtlich als Friedhof – ein naturnaher, öffentlich-rechtlich gewidmeter Bestattungsort. Es handelt sich daher nicht um eine Umgehung oder Ausnahme des Friedhofszwangs, sondern um eine eigene, zugelassene Friedhofsform.

Was ist der Unterschied zwischen FriedWald und RuheForst?

FriedWald und RuheForst sind Markennamen zweier bekannter Anbieter, die jeweils Bestattungswälder betreiben. Die zugrunde liegende Bestattungsform – die Beisetzung der Urne im Wald – ist in beiden Fällen dieselbe. Allgemein spricht man von Waldbestattung bzw. vom Bestattungswald.

Welche Voraussetzungen gelten für eine Waldbestattung?

Voraussetzung ist eine Feuerbestattung, denn beigesetzt wird die Asche in einer Urne. Zugelassen sind ausschließlich biologisch vollständig abbaubare Bio-Urnen aus Naturstoffen wie Holz, Lehm, Papier oder Maisstärke. Grabmäler und individuelle Kennzeichnungen sind nur eingeschränkt möglich, damit der naturnahe Charakter des Waldes erhalten bleibt.

Welche Urne wird für eine Waldbestattung verwendet?

Es ist eine biologisch vollständig abbaubare Bio-Urne erforderlich. Sie besteht aus reinen Naturstoffen wie Holz, Lehm, Papier oder Maisstärke und zersetzt sich rückstandslos im Boden. Klassische Urnen aus nicht abbaubaren Materialien sind im Bestattungswald nicht zugelassen.

Übernimmt CREMEXX® die Beisetzung im Wald?

Nein. Die Beisetzung im Bestattungswald wird vom jeweiligen Bestattungswald bzw. dem beauftragten Bestatter durchgeführt. CREMEXX® übernimmt die würdevolle Überführung der versiegelten Aschekapsel zum gewünschten Bestattungswald – auch aus dem Ausland nach Deutschland.

Kann eine Urne aus dem Ausland in einem deutschen Bestattungswald beigesetzt werden?

Ja, das ist möglich. Wurde der Verstorbene im Ausland eingeäschert und soll die Beisetzung in einem deutschen Bestattungswald erfolgen, organisiert CREMEXX® die Überführung der Aschekapsel aus dem Ausland nach Deutschland samt der erforderlichen Dokumente. Die eigentliche Beisetzung erfolgt anschließend durch den Bestattungswald.

Kostenloses Angebot anfordern

Sie möchten eine Urne für eine Waldbestattung an einen Bestattungswald überführen lassen – innerhalb Deutschlands oder aus dem Ausland – und wünschen sich eine fachkundige, einfühlsame Begleitung? CREMEXX® nimmt Ihnen die Überführung ab und sorgt für einen sicheren, pietätvollen Transport.

Kostenloses Angebot anfordern – online über den Frachtauftrag oder telefonisch unter der Hotline +49-(0)511-790-99-880.

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Allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind die jeweiligen Bestattungsgesetze sowie die Vorgaben des konkreten Bestattungswaldes. Die Beisetzung im Bestattungswald erfolgt durch den jeweiligen Betreiber bzw. Bestatter; CREMEXX® übernimmt die Überführung der Aschekapsel.

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